Fotomarathon – nie davon gehört? – dann wird es Zeit!

Am Samstag starte ich meine Fotomarathon-Saison in Dresden.

Es gilt, Begriffe, Redewendungen ect. auf die Speicherkarte (oder den Film) zu bannen. Dresden hat eine besondere Herausforderung. Für die zehn Aufgaben dürfen wir (in vier Stunden) nur zehnmal auf den Auslöser der Kamera drücken! (Sonst habe ich in 4 Stunden ca. 1000 Bilder und mehr im Kasten ;-))

Also:  Back to the roots  und Konzentration auf DAS Foto! – einer Herausforderung, der ich mich gerne stelle!

Letztes Jahr war ich bereits in München dabei, vor zwei Jahren in Kempten. Das war einfacher – kurz vor der Abgabe habe ich meine Lieblingsbilder ausgewählt – auf diesen Luxus gilt es zu in Dresden zu verzichten.

www.fotomarathon-dresden.de

Am 11. Mai mache ich einen Abstecher zum 1. Stuttgarter Fotomarathon (alle Plätze sind bereits vergeben), der 20. Juli ist für den Münchener Fotomarathon reserviert (Anmeldung ab dem 11. Mai möglich!

Schön war`s! Ein wenig kalt, nieselig, Parkplatzstress – aber sehr spannend!

Die ersten fünf Themen waren in 60 Minuten im Kasten. Obwohl man nur 1x pro Bild auf den Auslöser drücken durfte, war es dank Stativ und Liveview nicht so kompliziert, wie ich es mir vorgestellt hatte – im Gegenteil.

Aber ich war froh, dass ich bereits am Freitag die Stadt im Sonnenschein erforscht habe.

„eine Zahl unter Vielen“ – so lautete die erste Aufgabe. Nr. 20 war meine Startnummer. Was für ein Glück! Im Café des Hygienemuseums schnell noch Kleingeld besorgt und los ging es zu Augustusbrücke. Mein Ziel für diesen Fotomarathon war es, auf meinen Bildern Dresden zu zeigen (im übrigen eine wunderschöne Stadt!). Die Aufgaben mit kreative Ideen zu erfüllen… sehr schwierig. Mir liegt es mehr, Dinge zu sehen und mit einem Foto festzuhalten. Der erste Parkplatz war mit Glück schnell gefunden. Wie habe ich mein Fahrrad vermisst! Ein paar Meter ging es nun zu Fuß zur Brücke, aus den Münzen habe ich ein Häufchen gebaut und zwischen drin thronte ein 20 Cent Stück.

In nur 10 Meter Entfernung war nur Minuten später Foto Nr. 2 im Kasten. „Straßengeflüster“ Bereits am Freitag hatte ich an dieser Brücke ein „Liebesschloss“ im Maul eines Löwens entdeckt. (Das sind die kleinen Vorhängeschlösser, die z.B. in Köln zu tausenden auf der Eisenbahnbrücke zu finden sind)

Auf dem Weg zum Auto entdeckte ich in unmittelbarer Nähe mein viertes Motiv „Augen einer Stadt“ Auf einem Haus an der Köpckestrasse – ein quietschbunter, strahlender Clown.

Die „Ruhe vor dem Sturm“ musste vorher noch fotografiert werden! Am Denkmal des „Goldenen Reiter“ entdeckte ich zwei kleine Brunnen mit in Stein gehauenen, ruhenden Schönheiten und Engel. Beide betrachteten den sächsischen Kurfürsten und polnischen König: August des Starken

Mein Motiv Nr. 5 „Ordnung im Chaos“ habe ich ebenfalls am Freitag entdeckt: einen kleinen Stadtplan mit einem netten Aufkleber 🙂

Jetzt kam der schwierige Teil. 45 Minuten, einen Telefonanruf, zwei nette Dresdner und einen neuen Parkplatz brauchte ich, um den Treffpunkt zu erreichen. Dort gab es den nächsten Aufgabenzettel. Für den zweiten Teil der Tour habe ich mir kurzerhand den Roller meiner Tochter geschnappt, dies war deutlich schneller und unkomplizierter, um durch Dresden zu düsen.

„künstlerische Freiheit“: Meine Idee, die Kuppel der Frauenkirche (von innen) zu fotografieren, wurde jäh gestoppt. Es war geschlossen, kein Bitten und Lächeln half, um in die Kirche hineinzukommen… Hinter der Frauenkirche ist die Kunstakademie – ihr Portal und ein Dach im Hintergrund mit einer der vielen goldenen Figuren, die ich in Dresden entdeckte, wurde Foto Nummer sechs. Nicht gerade strotzend vor Kreativität – aber immerhin schön anzusehen…

Das Motiv meines nächsten Bildes hatte ich bereits auf dem Vorplatz der Frauenkirche entdeckt, eine Imbissbude – in einem Oldtimer 🙂 Was macht glücklicher, als Essen? Hinter „Mobil macht glücklich“ ein Haken!

Bei Aufgabe acht „vergessene Schönheiten“ war mir das Glück hold. Der König höchstpersönlich ließ sich von mir fotografieren. Welch eine Ehre!

„Hau weg den Scheiß“ Ein Rikschafahrer erzählte mir von der Wiener Grube, ein Schandfleck in Dresden… Aber auf dem Weg dorthin habe ich ein Schild entdeckt… 🙂

Nun die letzte Aufgabe: „Lichter einer Stadt“ – und das am helllichten Tag! Ziellos mit dem Roller unterwegs, bin ich in einer Fußgängerpassage gelandet. Dort entdeckte ich eine goldene Kugel. Es fing gerade an zu Regnen – aber diese Kugel strahlte in voller Pracht. Volltreffer!

Liebe Dresdner, vielen Dank für den Fotomarathon! Es waren zwei tolle, viel zu kurze Tage in der Landeshauptstadt Sachsens.

Aber vielleicht sieht man sich bereits am 20. Juli in München wieder – ab dem 11. Mai könnt ihr euch anmelden.

Bis zum nächsten Mal!

ps.

Für den nächsten Fotomarathon gilt: Nicht ohne (m)ein Fahrrad